Prince William Sound
Posted on Nov 02, 2009 under Reisehöhepunkte | No Comment
Der Prince William Sound liegt zwar nur 100 Kilometer südöstlich von Anchorage entfernt, ist aber über den Highway nicht erreichbar. Auf die abenteuerliche Fahrt über die im Winter geschlossene Passstraße sollte man verzichten, und die Zugverbindung nach Whittier vorziehen.
Der Sound ist als Teil des Chugach National Forest geprägt durch hunderte zerklüftete Fjords, kleine Inseln, Buchten und vor allem – schneeweiß gleißende Gletscher. Der insgesamt 70 mal 150 Kilometer große Prince William Sound erlangte im Jahr 1989 leider traurige Berühmtheit, als der Öltanker Exxon Valdez hier auf Grund lief und die gesamte Bucht für Jahre verseuchte. Heute ist von der Katastrophe nichts mehr zu sehen, trotzdem hat die die Flora und Fauna noch nicht ganz erholt.
Tagestouren
Von Anchorage werden organisierte Touren angeboten, die die Hin- und Rückfahrt mit dem Zug sowie eine vierstündige Fahrt über den Prince William Sound von der Hafenstadt Whittier beinhalten. Um 10:00 Uhr am Morgen startet die Fahrt durch die atemberaubende Landschaft der immer noch unberührt scheinenden Berge. Die Fahrt über den Sound beginnt am frühen Nachmittag und endet gegen 17:00 Uhr. Das mittlerweile wieder klare Wasser, die endlosen Buchten, Seerobben und Seevögel, die Wale und Respekt einflößenden Eisberge, die imposanten Gletscher und gewaltigen Berge lassen für einen halben Tag vergessen, dass man sich im 21. Jahrhundert befindet.
Columbia-Gletscher
Die berühmteste Attraktion des Prince William Sound ist ohne Zweifel der 50 Kilometer lange und 10 Kilometer breite Columbia-Gletscher, der mit einer 80 Meter hohen Eiswand seine Besucher imponiert. Mit einer Geschwindigkeit von zwei Metern am Tag fließt der Columbia-Gletscher in die Bucht und gehört damit zu einem der schnellsten auf dem nordamerikanischen Kontinent. Besonders eindrucksvoll sind die von der Kante kalbenden Eisberge, die sich mit lautem Bersten und Krachen von der Wand lösen und sich geradezu majestätisch in das Meer stürzen. In diesen Momenten ist man froh, dass das Ausflugsschiff nicht allzu nah heranfährt. Das Abenteuer endet dann am frühen Abend in Anchorage, wenn einen der Zug wieder sicher in die Zivilisation gebracht hat.